Ehemalige ‘Zucht’hündinnen

Ehemalige ‘Zucht’hündinnen

Diese und die folgenden Seiten sind den allen ehemaligen und noch aktiven ‚Zucht’hündinnen gewidmet, im Besonderen ‚unserer Leavy-Maus‘.  Neun Jahre ihres kurzen Lebens hat ihr ein Vermehrer gestohlen, wurden im Zwinger vergeudet.

Leavy geb. 22.09.1998 und lebte  3.283 Tage  im Zwinger und starb am 20.03.2009. Ihr bleiben 18 nur Monate in Freiheit, konnte ein Leben in einer Familie kennenlernen und genießen. Sie wurde als Gebärmaschine missbraucht. Leavy kam am 15. September 2007 zus. mit Francis und Dori, ebenfalls ehemalilge Vermehrer-‚Zucht‘hündinnen frei.

Sie alle sind ehemalige Notf(a)elle des Retriever-Netzwerk, kamen aus deutschen Vermehrer’zuchten’!

Als ehemalige Zuchthündinnen hatten sie nicht das Glück, wie die meisten Welpen, nach einigen Wochen eine neue, liebevolle Familie zu finden. Sie mussten Jahre, nicht selten bis zu 9 Jahre, auf dieses Glück warten.
Über sie gibt es keine liebevoll geschriebenen Welpen-Tagebücher, denn diese Zeit erlebten sie meist in irgendeinem Stall, Zwinger usw. , einzig mit dem Ziel der Welpenproduktion.

Ihre Vita können Sie, mit einem Klick auf das Foto, unter ihrem Namen lesen.


Wir danken Ihnen, dass Sie bereit sind, sich für “das Leben ehemaliger ‘Zucht’hündinnen” ein wenig Zeit zu nehmen. Auf den folgenden Seiten/Links, unter ihrem Namen, möchten wir Ihnen einige unserer ehemaligen Notf(a)elle vorstellen. Wir haben zum größten Teil mit eigenem Bild- und Textmaterial gearbeitet.
Einige Familien haben uns die Geschichte und Fotos aus dem zweiten Leben ihrer Fellnase zur Verfügung gestellt. Dafür und dass sie diesen Hunden eine Chance auf ein zweites Leben in der Familie ermöglicht haben, möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken.

Sie wurden in  Deutschland  für die Welpenproduktion missbraucht. Die meisten lebten über Jahre im Zwinger oder Stall.  Sie alle hatten eines gemeinsam: Sie wurden ausgebeutet, einzig mit dem Ziel Welpen zu produzieren.
Ob gewerbliche Vermehrer’zucht’ oder Hobby-Vermehrer’zucht’, für uns ist das kein großer Unterschied. Wir haben sie nach ihrer “produktiven Zeit als ‘Zucht’hündin” übernommen, um ihnen für die nächsten Jahre ein artgerechtes, schönes Leben in einer Familie zu ermöglichen.

In erfahrenen Pflegestellen des Retriever-Netzwerk wurden sie liebevoll umsorgt und auf ein Leben in der Familie vorbereitet. Medizinisch notwendige Erstversorgungen, aber auch einige sehr kostenintensive  Behandlungen, zum Teil gingen sie in den vierstelligen Bereich, wurden vom Retriever-Netzwerk übernommen.
Mit Unterstützung einer kleinen Gruppe von Tierfreunden des Retriever-Netzwerk konnten so viele tausende Euros  zusammengetragen werden.

Ihr  Dasein, Leben kann man es nicht nennen, in Zuchtanlagen unter sehr fragwürdigen Bedingungen machte sie meist  irreparabel psychisch und physisch krank. Viele von ihnen musten den Weg über die Regenbogenbrücke bereits gehen. Aber sie gingen ihn mit der Gewissheit, dass sie von ihren Familien geliebt und umsorgt wurden, dass sie nach der Zeit als Gebärmaschine ein hundegerechtes Leben führen konnten.

Das Elend und Leid dieser Vermehrerhunde kann oft nur erahnt werden, können nur Vermutungen angestellt werden aufgrund der meist schlimmen physischen und psychischen Verfassung. Die wahren Verhältnisse sehen nur wenige.

Sind Sie nicht überrascht, wenn die Vita einer ehemaligen Vermehrer’zucht’hündin sehr kurz ist, ihr eigentliches Leben beginnt meist erst mit dem Tag, an dem sie die sogen. ‘Zucht’stätten verlassen können.

Retriever waren und sind es immer noch: der Modehund, der ach so tolle Familienhund, der Retriever.

Gerade deshalb, ob Labrador oder Golden, wurde gezüchtet was die Interessenten verlangten. Mittlerweile hat die Produktion anderer Hunderassen sehr stark zugenommen, auch bei der Anschaffung einen Hundes ändert sich der Geschmack und die Anforderungen, z.B. nach kleineren Hunden.

Viele Welpen, billige Welpen, mit dem Ergebnis, das viele Welpen nicht gesund sind.

Wurde nach dem Leben und Leiden der Hundemütter gefragt, nach dem der ‘Zucht’rüden?
Wohl viel zu selten, denn wer kauft Welpen von Hundemütter die sich in einem so desolaten, gesundheitlich wie äußerlichen Zustand befinden?
Wen interessiert, wie das Leben eines Rüden im Zwinger aussieht, wieviel Stress ein ‘Zucht’rüde auszuhalten hat?

Auch die Abgabehunde wollen und dürfen wir nicht vergessen. Fast immer sind diese Abgabehunde, die im Tierschutz landen, die auf Internet-Plattformen angeboten werden, ehemals Welpen aus nicht verantwortungsvollen Zuchten.

Einem verantortungsvoller Züchter wird das Wohl seiner Welpen bzw. Hunde auch nach dem Verkauf wichtig sein.

Viele haben in den vergangenen Jahre über das Retriever-Netzwerk eine neue Familie gefunden. Gründe für die Abgaben haben wir reichlich kennengelernt, z.B. persönliche Gründe wie Krankheit, Trennung, Arbeitsplatz- und damit verbundener Ortswechsel.
Die weniger schönen, eher nicht zu verstehenden Gründe sind Alter und Krankheiten der Hunde, weil damit enstehende Unbequemlichkeiten und Kosten verbunden sind.
Problemhunde und sogenannte ‘Wundertüten’, die meistens mit Vorgeschichte (bekannt und unbekannt) bei den Besitzern landeten und dann wieder abgegeben wurden. Geduld und Nachsicht ist selten der zweite Vornamen vieler Halter, dann wird der, für den Menschen, bequemere Weg, die Abgabe des Hundes, gewählt.

Wir sind froh und auch ein wenig stolz, dass wir diesen Hunden, mit großer Unterstützung von Pflege- und Adoptivfamilien, ein schönes, würdevolles Leben nach der Zucht und nach einem Wechsel in eine neue Familie ermöglichen konnten.
Ihnen allen gebührt unser Dank.

Team ‘Augen auf beim Welpenkauf’ und Retriever-Netzwerk

© K. Müller

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