Flora

Rasse: Labrador Retriever * 27.08.2001
Herkunft: ehem. Zuchthündin in Deutschland
Ankunft Pflegestelle: 17.02.2008

Flora wurde im Alter von ca. 6,5 Jahren aus der Zucht entlassen.
Ihre letzten Welpen hatte sie mit Kaiserschnitt zur Welt gebracht und sollte nicht mehr gedeckt werden.

Flora Ende April 2008

Fremden Menschen gegenüber zeigte sie sich anfangs verhaltend und abwartend.
Mit den Hunden in der Pflegefamilie hatte Flora keine Probleme. Traf sie allerdings Welpen auf ihren Spaziergängen gab sie klare Signale, Welpen musste sie nicht mehr um sich haben.

Lesen war eine kurzfirstige Schwäche von ihr, allerdings war die Familie von den ‘gelesenen’ Bücher sind sonderlich begeistert. Im Grunde war Flora eine problemlose Pflegehündin, sie kam wohl auch nicht aus einer extrem-Zucht.

Es gab 2-3 Bewerber, aber Flora zeigte nicht gerade Freude und Begeisterung als ein Kennenlernbesuch stattfand. Die hob sie auf bis im Juni ‚ihre Menschen’ kamen. Im Juli zog Flora um, aus dem Norden an den Bodensee, seitdem hat sie den Beinamen Flora Bodenseeotter.
Sie hat sich zu einer ganz tollen Labbiline entwickelt und wurde so wie sie war von ihrer Familie angenommen und geliebt. Lesen Sie selbst, wie Floras Familie es sieht:

B. Voit-Seewald:
Flora habe ich im Internet gefunden, auf der Suche nach einem neuen Familienmitglied.
Wir durften sie dann auch in ihrer Pflegefamilie besuchen und lernten eine ruhige, noch etwas zurückhaltende Hündin kennen.

Im Juli 2008 machten wir uns nochmals auf den Weg in den Norden um Flora heimzuholen.

Ab dem ersten Tag war sie ein Schatz, sie kannte das Leben in der Familie nun schon und es schien keine große Umstellung für sie zu sein.
Kurze Zeit darauf wurde Flora kastriert, aber es schien unserer Beziehung nicht zu schaden, ja sie war angekommen

Das Leben als Prinzessin genießt sie wirklich sehr.

Anfangs noch etwas schüchtern und abwartend, fordert sie jetzt ihre Streicheleinheiten ein und drückt sich gerne an den der streichelt.
Trotzdem braucht sie auch ihre Ruhe und zieht sich zurück wenn es zu turbulent wird. Aber immer irgendwo in Sichtnähe möchte sie sein, denn besser gemeinsam als einsam scheint ihr Motto zu sein.

Flora hat sich so geöffnet, dass sie, wenn sie Angst hat nun auch unsere Nähe sucht. Es gibt nicht viele Situationen in denen Flora richtig Angst hat. Meistens ist es Unsicherheit, dann bellt Flora, wie z.B. bei Pferden und Kühen.

Regelmäßiges Training haben schon ihr wesentliches dazubeigetragen, dass Flora auch bei solchen Begegnungen ruhiger geworden ist.

Ein Highlight für mich war natürlich der Besuch der Kinderbetreuung in der ich selber arbeite.
Flora ist ein wahrer Schatz, selbst die vielen Kinder konnten sie nicht aus der Ruhe bringen. Sie lag im Garten und ließ sich von eifrigen Kinderhänden kraulen und streicheln,

erst als ein Apfel als Belohnung ausgepackt wurde stand sie auf, denn Fressen zählt zu ihrem großen Hobby.

Wir sind uns einig, wir würden unsere Flora niiiiiiiiiiiiiiie wieder hergeben, sie hat sich leise in unser Herz geschlichen und beansprucht auch dort ihren Platz und das ist gut so!
B. Voith-Seewaldt